

Innovationen und Zusammenarbeit im Fokus - Experten diskutieren über Beseitigung von Unterwassermunition
20.06.2025
Über 250 Fachleute aus 16 Ländern – darunter Vertreter von EU-Kommission, NATO, Bundes- und Landesbehörden, Wissenschaft, Umweltverbänden, Industrie und der Deutschen Marine – trafen sich vom 18. bis 20. Juni in Kiel, um Strategien zur Beseitigung von Unterwassermunition und zum Schutz maritimer Infrastrukturen zu erörtern.
Umweltminister Tobias Goldschmidt und Initiator Jann Wendt (north.io) eröffneten die Veranstaltung mit einem Appell zu verstärkter Kooperation: Nur durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit und den Austausch neuester Verfahren lasse sich die Altmunition in den deutschen Meeresgebieten dauerhaft sicher beseitigen. Einer der Schwerpunkte lag auf technologischen Innovationen. In einer begleitenden Ausstellung präsentierten Forschungseinrichtungen und Unternehmen KI-gestützte Kartierungssysteme, autonome Bergungsplattformen sowie sensorbasierte Umweltanalysen.
Dr. Wolfgang Sichermann, Geschäftsführer von Seascape, zog Bilanz aus den Pilotierungen der Lose 1 – 3 im Rahmen des Sofortprogramms zur Beseitigung von Munitionsaltlasten der Bundesregierung. Er erläuterte den geplanten Ablauf für Los 4 in Mecklenburg-Vorpommern und gab einen Ausblick auf die anstehende Innovationspartnerschaft, in der Industrie, Bund und Länder gemeinsam neue Vernichtungsverfahren entwickeln und erproben werden.
Die KMCW25 setzt ein starkes Zeichen für internationale Zusammenarbeit bei der Beseitigung von Muntionsaltlasten im Meer und zeigt eindrücklich, wie Politik, Wirtschaft und Forschung an einem Strang ziehen müssen, um die Ostsee und maritime Infrastruktur nachhaltig zu schützen.
Internationale Expertenrunde in Kiel: Im Fokus standen technische Lösungen zur Munitionsräumung und der Schutz maritimer Infrastrukturen. Foto: Seascape